Gude Ihr Leid,

kerberede2019

schön dass Ihr da seid - da isser nun Ihr werd ihn hoffentlich net ausbuhn

De neue Kerbevadder – ein Bild in schwarz & blau, net nur für die Weibsleut a mords schau. Grüß dich Aurora…

Da hat man mich gar stark umworben – is es für mich immer enger geworden.

Und nach ein bisschen abwägen und zieren -

gings bald darauf auch ans kapieren,

worauf hast du dich da eingelassen – hätts doch besser dabei belassen, schön in der Ecke rumzustehn und der Dinge beim Laufen zuzusehn.

Je näher der Kerbredtermin ist gekommen umso mehr hat ich begonnen

zu überlegen wohin ich abhau und deswegen hielt ich schon mal Ausschau

nach einem Rückzugsort - am besten recht weit fort, so Südsee würd mir gut liegen & ich

braucht mich net verbiegen einen Flug zu buchen ohne lang zu suchen

in Erics kompetentem Travel Center obwohl der macht ganz schön auf Rentner

für mich würde der was finden, ich könnte dann entschwinden. In einem Liegestuhl in die Südsee was en Hype über eine Leinwand via Funk und Skyp hier ins Zelt würd ich dann winken ansonsten aber keinen anstinken.

Die Kerberede sollt ein Protokoller halten Gude Henning - ich würd als Grußaugust walten.

Schone die Leber, bleibe gesund - das wäre für mich das Beste. Punkt

Auch was in eine Kerberede rein muss - stehste unter Beschuss

das hat er vergessen, uns hat er zu bös gegeigt die ewig bekannten Nörgler haben nie Auszeit.

Es recht zu machen jedermann ist eine Kunst die ich nicht kann.

Wie das mein Vorgänger Ernst all die Jahre hat gemacht – das sage ich mit Respekt & bedacht

18 Jahre am Stück & 1 noch in früheren Jahren - Ernst, mit Dir sind wir richtig gut gefahren. Brrrumm Prosit auf Dich

Was sind schon vielleicht lächerliche 16 bei Merkel & 16 bei Kohl - der Ernst ist unser Kerbeidol. Als Beispiel für diese Zeitspanne hat er mich tatsächlich gefragt ob er die e-mail Adress Kerbevadder behalte könnt

und hat noch gesagt, eine andere hab ich nie besessen und daran könnt Ihr ermessen was Ewigkeit bedeutet indessen.


Was soll ich in der Weltgeschichte rumeiern und die Missstände hier runterleiern.

Von dem Kasper da in USA wärs doch lieber geblieben de Obama. Oder anders gesagt..

Lieber eine Kanzlerin die ab und zu zittert als ein Präsident der gefährlich twittert.

So bleiben wir besser in unsrer Nähe da kann man sich auch ein paar Sachen ansehe.

Die Landeier haben wieder festgestellt - dass wir Darmstädter sind Schuld an der Misere der Welt.

De Landkreis wollt ja seit Jahren - auf einer Umgehung durch Darmstadt fahren.

Die Trasse sollt mitten durch Darmstadt führen - Abgase & Dreck sollen wir Städter spüren.

Da fragt man sich, Umgehungsstraß´- nenne die des so aus Spaß ?

Wenn die Ostler in den Westen auf die Autobahne wollen – sollen se sich gefälligst über Ihr eigenes Territorium trollen.

Für die bei uns Arbeiten & Einkaufen gehen soll ja evtl. eine Straßenbahnlinie entstehen manche möchten lieber eine Gondel sehen.

150 Millionen €, Ihr werds sehen zum Schluss wird’s wieder Teuro.

Zuviel Feinstaub in unserer Stadt das setzt in manchen Straßen Autos matt.

Da haben andere Städte geschickter taktiert muss man sagen, lief net wie geschmiert.

Die Nachrüstung beim Dieselskandal läuft gelinde gesagt a suboptimal.

Dass die Autokonzerne nicht gleich verpflichtet wurden zu zahlen und sich aus der Verantwortung stahlen – das sollen wir mal kapieren, wir Normalen.

So richtig weiter geht’s auch nicht beim ICE – mich betrifft das selbst & das iss net schee

Wenn man oft fährt auf Tagungen in den Ruhrpott – von Darmstadt aus geht das nicht flott. Man muss meist nach Mainz oder Frankfurt – das ist immer ne schwere Geburt.

Egal wie das weitergeht mit der Bahn – die Siedlung hat schon ne Autobahn nebendran – daran denken wir gemeinsam.

Und eins sage ich Euch noch freundschaftlich, mit Euerm Südwesten - wir sind die Siedlung da lebt`s sich am Besten.


Jedes Jahr zur Siedlerkerb, des is net foi gibt’s in unserer Stadt a Fest mit Woi. Des Woifest haben Sie auf unseren Kerbtermin gelegt was uns Siedler seit Jahren ärgerlich bewegt.

Schon vor über 20 Jahren habe ich den OB Benz gefragt hat eigentlich euer Verstand versagt, darauf hat er gesagt.

Der Veranstalter ist ein Geschäftsverein und nicht die Stadt die das zu verantworten hat.

Die Stadt würde nie im Leben auf ein alt bestehendes Ortsteilfest, ein Stadtfest legen.

Doch dann sind dem Verein vor kurzem die Finanzen misslungen und da ist die Stadt in die Bresche gesprungen und hat das Weinfest als Veranstalter übernummen.

Von hoch bezahlte Managerinnen organisiert in sauteure Werbung investiert vom EAD & allen möglichen Ämter realisiert von unsere Steuergelder finanziert.

Wenn das wie früher nur ein Weinfest wäre dann käme uns das nicht so in die Quere aber es ist ein großes Volksfest daraus geworden & das verfolgen wir mit Sorgen.

Jeder Platz in der Innenstadt wir heuer als Festplatz genutzt – die ganze Stadt wird rausgeputzt. Jedes Jahr kommt etwas neues hinzu - das lässt uns keine Ruh.

Hier wird alles ehrenamtlich gestemmt – das sage ich hier ganz ungehemmt.

Jahr für Jahr haben hier die Vereine Einbußen beim Gewinn – wenn das so weitergeht mit Euerm riesen Stadtfest macht das hier keinen Sinn.

Es muss eine Regelung mit der Stadt her die Siedlung setzt sich jetzt zur Wehr.


Die Siedlung lebt – Feiern verbindet – toll wenn man sowas erfindet.

Uwe, wer alles unser Motto geklaut hat – gibt uns dafür a bissel Geld ab gäb‘s hier nur noch Freibier zu trinke – für dich würden ich auch noch en Äppler finde.

Überall verbindet es, doch wir haben hier ein bisschen Stress.

Wie soll das denn weitergehen – unser Magistrat hat sonderbare Ideen.

Das Eichegelände ist das Ziel der Begierde – als Bauland soll es werden eine Zierde.

Ihr habts schon mal im Norden probiert – gehofft das damit ihr euch saniert.

DJK, BG & TG - wolltet ihr fusionieren doch das fanden die a net schee.

Jetzt seid Ihr auf die Siedlung gekommen – doch damit habt ihr a keine Freunde gewonnen.

Ebenso vergesst Ihr Grün – Schwarze von da Oben - auch andere Vereine werden Euch nicht loben.

Siedlerbund, TTC & BKV sind a Anrainer an diesem Bau.

Man verlängert die Verträge nur um ein paar Tage – damit soll dann ein Vereinsvorstand arbeiten können, so vage ???

Lasst uns das Eichegelände erhalten – oder wollt Ihr den Vereinsfrieden spalten???

Auch wenn es schwerfällt in diesen Tagen für Jugend und Sport müsst Ihr Geld haben.


Die Freunde aus dem Stadtteil in unserm Schatten machen manchmal Ausflüge wenn ses Geld können berappen.

Wenn Sie dann wieder in die Darmstädter Gefilde zurückkommen sind sie öfters a bissche benommen.

Gott sei Dank haben sie unter den ganzen Alten auch einen Jungen der soll die Zukunft verwalten.

Doch weiß die Jugend mit dem Maßhalten meist nicht Bescheid so ergab sich diese Begebenheit.

Nach einer Tagesfahrt in der Nacht aus dem Bus rausgesegelt man lag da wie hingekegelt

Schwups waren alle anderen weg -

Dachte sich unser Jungspund recht keck die Mutti muss es richten – das Handy ans Ohr – volle Konzentration und dann sprechen ins Rohr.

Bitte liebes Muttilein hol mich ab ich bin allein. Ich bin da am Stadion und warte auf deine Heimholaktion.

Die Mutti irrt in der Nacht am Stadion umher doch fand sie Ihren Sohn nimmermehr.

Der sass am Darmstadtium net da am Stadion und wart besäuselt am lauschen vom dort nicht existenten Darmbachrauschen.

Irgendwann in der Nacht waren beiden vereint – vielleicht wurd auch eine Träne geweint.

….und die Moral von der Geschichte….

Bei nuschelden Bessungern – und das sind sie ja fast Alle kommst Dir öfters so vor als würden die lallen.


Jetzt bin ich erst ein paar Monate im Amt, aber wenn ich wo dazukam verdeckt jeder de Mund mit der Hand.

Wenig Anekdoten hier zuvor – kamen an mein lauschend Ohr. Doch…

unsere EX First Lady Helga – also die Frau vom ALT - Kerbevadder Ernst höchst selber

macht mit Siedler Freundinnen auch heuer eine Reise - das ist clever & auch weise diesmal fliegen wir weit weg – schwupps gesagt und eingecheckt.

Und dann sitzt man am Flughafen in den Sesseln - die Gespräche sind so fesselnd Frauen schwätzen halt hin Frauen schwätzen her des fällt denen leicht des is net schwer.

Doch upps, wann geht unser Flieger gleich – ohh da wird Frau ganz bleich.

Es sollt aber noch schlimmer kommen – Die haben uns unser Gate genommen.

Das Wechseln wurde zwar geappt & getafelt – doch bei dem ganze Geschwafel hatte Frau für so Nebensächlichkeiten keine Zeit – welch großes Leid.

Am Ausweichgate hektisch angekommen wurde kleinlaut vernommen der Flieger wäre leider schon zu weit & Sie hätten jetzt Freizeit.

Nach Zuzahlungen & Umbuchungen ist es dem Frauentrupp gelungen doch noch von Frankfurt weg zu kummen.

Die Moral war, eins ist klar, über die Reise wird noch viel gesprochen des Jahr.


Auch unsere Sternchen Damen reisen gerne in die Ferne.

Jetzt waren Sie mal in Koblenz gewesen und da sollte es schon mehr sein wie sitzen am Tresen.

Auch diese Reise stand unter keinem guten Stern – man reiste ja mit dem DB Konzern.

Sowohl hin als auch her gabs Probleme mit dem Zugverkehr.

Stundenlang sahs man auf Bahnhofsbänke & hatte auch Zeit für ein paar Getränke.

Aber das Programm wird es reißen & Koblenz als tolle Stadt erweisen.

Eine Stadtführung war im Vorfeld gebucht – nach ner Stunde dort warten haben Sie mehr als geflucht.

Die Führung ist einfach ausgefallen - der Ärger wird noch lange nachhallen.

Doch die berühmte Gondelfahrt auf die Burg wird klasse – darauf könnt Ihr Euch verlasse.

Nur kurz bevor unsere Damen – ankamen, hatte die Gondel entschieden – bei mir wird nicht mehr zugestiegen.

Es ist 11 Uhr am hellichsten Tag - ich habe genug getan – vielleicht wird morgen weiter gefahren.

Was alles schief gehen kann in 1 ½ Tagen - da unten sitzen sie , die könnens Euch sagen.


Ganz früher noch, ich weiß es genau – gabs zwischen Bessungern und Siedlern öfters Radau.

Die nannten uns Apachen ich wusst früher net warum da gabs dann oft Klatsche und en Bessunger fiel um.

Im Leben gereift & a studiert, hab´ ich dann öfters über Apachen sinniert.

Apachen waren ja noble Leut gebildet, belesen, ja das weiß man heut in der Gemeinschaft sind`s lustige Gesellen die aber nie etwas böses anstellen.

Also punktum Siedler nach Maß der Vergleich hinkt a net & des iss auch kein Spaß darauf heben wir mal unser Glas. ( Zum Wohle )

Vielleicht war auch eines Abends ein Weinchen zur Hand doch Ihr könnt mir glauben was ich da rausfand.

So in die Indianerbücher vertieft und die Bildchen geguckt hat sich doch de Winnetou als Abbild von unserm Lufti entpuppt.

Und wenn ihm der Ernst noch sein Stirnband verleihte dann könnt Ihr es auch sehen, Winnetou, der Geweihte.


Ich möchte Eure Aufmerksamkeit auf ein mir wichtiges Thema lenken ihr müsst an die EX – Kerbemütter & Väter denken - und denen eine Altersresidenz schenken ihr dürft nur anderweitig nicht soviel Geld versenken.

Für alle die in Darmstadt ihr Kerbwerk haben getan und das sag ich ohne Scham, muss Geld her fürs Alter, sagen wir soviel wie für en Stadthalter.

Jochen wo liegen wir da?

Ihr vom Magistrat habt ein Alterssalär und für uns bleibt nichts übrig, des is ä malör.

Wir Kerbeleut sind am Ende unserer Amtstage nur noch ein häufchen Elend, am jammern und klage und wenn ihr meinen Worten nicht glaubt - schaut da rüber sehen Alle aus wie durchgekaut.

Als Altersresidenz hat ich mir unser Pfarrhaus ausgeguckt - auch schon vor Jahren – doch dann sind die Flüchtling da eingefahren.

Doch kaum warn die wieder fort da kame annern an den Ort der doch unsere Alterszuflucht sein soll - des fande mer wirklich net toll.

Wenn die wieder fort sind - diesmal sin mer schlau - besetzten wir den ganzen Bau.

Es war doch alles schon geplant… de Hans, de Ernst und aus de annern Ortsteile Gegreiste - zwar fit im Kopf aber abgespeiste.

Wir wollten uns doch nur pflegen lassen und Süppchen schlürfen aus Schnabeltassen.

Von unseren jungen Kerbemädchen mehr wie schee durch de Pfarrgarten gefahren werden mit karacho, ole Asül erhielt bei uns auch jeder Gender – Hauptsache er wär Kerberentner.

Die Altersresidenz wär doch so wichtig - für uns abgehalfterte umsichtig,

wir hätten nämlich jedes Jahr - nur 100 m das ist wahr zum Kerbeplatz ihr liebe Leut und brauchten deshalb wenig Zeit um an das Freibier zu gelangen und bei de Ungarn angefangen unsere berühmte Ründcher zu mache dabei immer leckre Sache - versuche abzustaube was die Vereine tun erlaube und net das es so aussieht als den mer se beraube

Es gibt ja schon ein Brückenpass – doch für Altgediente welch ein Spass wird ein Freigetränkepass gemacht des wäre doch gelacht und altgediente Kerbeleut könnten trinken bis in Ewigkeit.


Die Gier nach Bier ist verständlich hier drum lieber Wolfgang gehen wir dran und hauen jetzt das Fässchen an.

Das alle Lieben hier im Zelt das weiß man in der ganzen Welt ein gutes Braustübel können trinken später uns freundschaftlich in die Arme sinken so soll es sein - ist Tradition - es freut sich schon die Freibierfraktion.

100 te Male hat er das Fass gehalten - und die Schirmherrn von ihm gute Tipps erhalten jetzt muss er zeigen was er kann - und erstmals mit dem Hammer ran.

Ihr liebe Leut , Ihr Kirchweihgäste - die nächsten Tage feiert feste erfreut Euch an der Vielfalt der Genüsse – das bringt den Vereinen Zuschüsse denkt auch mal an Andere – die nicht so gut bewanderte.

Und nehmt diesen geliehenen Vers mit in die Tage – er wird Euch sicherlich net schade Ihr habt doch die Minut´ noch Zeit ?

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit

Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid

Ein bisschen mehr Wir und weniger Ich

Ein bisschen mehr Kraft und nicht so zimperlich und vielmehr Blumen während des Lebens – denn auf den Gräbern sind sie vergebens.

In diesem Sinne wünsche ich Euch Allen eine friedlich & fröhliche Siedlerkerb 2019.

Euer Kerbevadder Roland….ich freu mich auf Euch…

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